Sieben Spieler der eritreischen Fußballnationalmannschaft, die letzte Woche in Eswatini einen historischen Sieg errungen hatte, sind nicht nach Hause zurückgekehrt. Dies teilte eine dem Team nahestehende Quelle der BBC mit.
Während einige ihrer Teamkollegen aus Eswatinis Nachbarland Südafrika zurückflogen, sollen die sieben untergetaucht sein.
In den letzten Jahren kam es mehrfach vor, dass Eritreer, die an verschiedenen Sportarten teilnahmen, nach internationalen Wettkämpfen nicht nach Hause zurückkehrten.
Menschenrechtsgruppen haben die Regierung in Asmara als äußerst repressiv bezeichnet – ein Vorwurf, den die Behörden zurückweisen. Trotz der geringen Bevölkerungszahl haben Hunderttausende Eritreer im Ausland Asyl gesucht.
Die Nachricht von der Flucht der Spieler ist ein schwerer Schlag für die Mannschaft, die nach ihrem 2:1-Sieg in Eswatini und dem 4:1-Gesamtsieg die Rückkehr in die Qualifikationsgruppenphase des Afrika-Cups zum ersten Mal seit 19 Jahren feierte.
Nur 10 der 24 Spieler des Kaders waren in Eritrea stationiert, und nur drei dieser Spieler, darunter Mannschaftskapitän Ablelom Teklezghi, sind inzwischen zurückgekehrt, wie Quellen in Asmara gegenüber BBC Tigrinya mitteilten.
Wohin die vermissten Spieler abgeblieben sind, ist unklar. Berichten zufolge wurden einige von ihnen jedoch in Südafrika gesehen.
Zu denjenigen, die sich unerlaubt vom Verein entfernt haben, gehören Torwart Kubrom Solomon und der erfahrene Flügelspieler Medhanie Redie.
Die staatlichen Medien Eritreas haben sich ungewöhnlich still über die Rückkehr der siegreichen Mannschaft verhalten, die normalerweise von großem Pomp begleitet worden wäre.
Quellen zufolge wurden Vorbereitungen für einen ähnlichen Empfang getroffen, dieser wurde jedoch nach Bekanntwerden des Verschwindens der Spieler abgesagt.
Der Sprecher der eritreischen Sport- und Kulturkommission, der in den sozialen Medien über die jüngsten Erfolge des Teams berichtet hat, veröffentlichte Bilder einiger der zurückkehrenden Spieler und Mitarbeiter in Ägypten, wo die eritreische Botschaft und Mitglieder der Gemeinde einen Empfang für sie organisiert hatten.
Auf dem Rückweg nach Eritrea machten sie einen Zwischenstopp in Kairo.
Auf diesen Bildern waren jedoch nur die Spieler zu sehen, die anschließend nach Asmara flogen.
Viele eritreische Fans hatten gehofft, dass der Sieg über Eswatini zu einer Renaissance des eritreischen Fußballs führen würde, doch für viele Eritreer klingt die jüngste Nachricht vertraut.


