Senegal, das im Januar in einem umstrittenen Finale gegen Gastgeber Marokko den Titel beim Afrika-Cup gewann – nur um wenige Wochen später wieder aberkannt zu werden –, hat die Trophäe vor einem Freundschaftsspiel gegen Peru im Stade de France in Paris präsentiert, berichtet Aljazeera.
Senegals Kapitän Kalidou Koulibaly und seine Teamkollegen betraten am Samstag nach einem Konzert des senegalesischen Superstars Youssou N'Dour vor dem Spiel mit der AFCON-Trophäe den Platz für eine Ehrenrunde.
Koulibaly und Torwart Edouard Mendy gingen zur Präsidentenloge des Stadions hinauf, um dort die Trophäe unter anderem vor Abdoulaye Fall, dem Präsidenten des senegalesischen Fußballverbandes, zu platzieren.
Nur wenige Stunden zuvor hatte Marokko den Kampf um die Trophäe für beendet erklärt, nachdem der afrikanische Fußballverband (CAF) entschieden hatte, dass Senegals 1:0-Sieg im Finale im Januar aufgrund des vorzeitigen Verlassens des Platzes durch die Spieler während des Spiels annulliert werden müsse.
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Das Berufungsgremium der CAF sprach Marokko einen 3:0-Sieg und damit den Titel zu.
Senegal hat angekündigt, selbst Berufung beim afrikanischen Fußballverband (CAF) und beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einzulegen, dessen Entscheidung bis zu einem Jahr dauern könnte.
Die senegalesische Regierung hat eine unabhängige internationale Untersuchung der CAF-Entscheidung gefordert und behauptet, dass auch Korruption untersucht werden sollte.
Die Spieler Senegals verließen während der regulären Spielzeit im Finale aus Protest gegen einen an Marokko verhängten Elfmeter das Spielfeld. Bei der Rückkehr der Senegalesen nach einer 14-minütigen Unterbrechung wurde der Elfmeter jedoch verschossen.
Das Spiel wurde an diesem Tag durch Pape Gueyes Treffer in der Verlängerung entschieden. Marokko legte umgehend Berufung gegen das Ergebnis ein, die jedoch zunächst vom CAF abgewiesen wurde.


