Der nigerianische Fußballspieler Chinonso Jeremiah Obi, der in Litauen professionell Fußball spielt, wurde nach einem Messerangriff am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert.
Berichten zufolge wurde Obi Opfer eines Messerangriffs, als sein Team FK Dianava gerade zu einem Ligaspiel aufbrechen wollte.
Der 20-Jährige wurde gegen 11 Uhr in der Nähe eines Wohnhauses in der Naujoji-Straße in Alytus erstochen.
Er befand sich offenbar auf dem Weg zu dem Treffpunkt, von dem aus sein Team nach Tauragė aufbrechen sollte, als der Angreifer ihn von hinten erstach.
Obi wurde in den Bauch, das Gesäß und den Arm gestochen, bevor der Angreifer vom Verwalter des Clubs überwältigt und festgenommen wurde.
Passanten leisteten Obi Hilfe, der anschließend ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Zustand des 20-jährigen, in Lagos geborenen Spielers soll kritisch sein.
In einem Facebook-Post verurteilte der Verein den Angriff und äußerte sein Entsetzen darüber, dass sein Spieler Opfer eines so schweren Verbrechens geworden sei.
Außerdem hat der Verein die Pläne, das Ligaspiel in Taurage auszutragen, abgesagt.
„Was heute geschehen ist, ist unfassbar und unverzeihlich. Unser Fußballspieler ist Opfer eines schweren Verbrechens geworden – er wurde mit einem Messer angegriffen und befindet sich derzeit im Krankenhaus; sein Zustand ist ernst.“
„Sowohl die Fußballspieler als auch die Fußballgemeinschaft von Alytus sind schockiert, daher werden wir heute nicht nach Tauragė fahren, um das Spiel der Ersten Liga zu bestreiten – das Spiel wurde verschoben.“
Dainava hofft außerdem, dass der ungenannte Angreifer, der sich bereits in Polizeigewahrsam befindet, die härteste Strafe erhält, und hofft gleichzeitig, dass Obi sich vollständig erholt.
Der litauische Fußballverband verurteilte unterdessen den Angriff auf Obi, den er als „einen jungen Menschen, der nach Litauen gekommen ist, um eine Karriere anzustreben, für die Ehre seiner Mannschaft zu kämpfen und zu deren Siegen beizutragen“, beschrieb.
Der Präsident des Fußballverbandes, Edgaras Stankevičius, bezeichnete den Angriff ebenfalls als rassistisch motiviert und forderte die Sicherheit der Spieler unabhängig von ihrer Herkunft.
„Rassismus hat im Fußball und in der Gesellschaft keinen Platz. Jeder Spieler, unabhängig von Nationalität, Hautfarbe oder Herkunft, muss sich sicher fühlen und das tun können, was er am besten kann – die Fans im Stadion begeistern. Fußball muss weltweit eine verbindende und keine spaltende Kraft sein.“


