Der ehemalige nigerianische Nationalspieler Garba Lawal zeigte sich schockiert über Berichte, wonach der nigerianische Fußballer Daniel Daga wegen sexueller Nötigung für schuldig befunden und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde.
Daga, der aktuell für Molde FK spielt, wurde im April der sexuellen Nötigung einer ungenannten Frau beschuldigt. Der 19-jährige Nigerianer wurde am 19. Dezember 2025 formell angeklagt.
Das Urteil gegen den Mittelfeldspieler von Molde FK wurde am Dienstagnachmittag verkündet. Laut einem Bericht von TV 2 Norway wurde der 19-jährige Nigerianer außerdem zur Zahlung von 10,000 norwegischen Kronen an Anwaltskosten verurteilt.
Lawal reagierte auf diese Entwicklung in einem Gespräch mit Fußball Afrika, bezeichnete den Vorfall als sehr bedauerlich und warnte junge nigerianische Spieler davor, sich von weißen Frauen angezogen zu fühlen.
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„Ich habe heute Morgen gelesen, dass Daniel Daga zu sechs Monaten Gefängnis oder so verurteilt wurde. Wenn sie dich nur für einen Tag oder ein paar Stunden einsperren, schaden sie deiner Integrität.“
„Wenn du jetzt zum Beispiel in die Öffentlichkeit kämpfst, welcher Verein in Europa will ihn verpflichten? Dasselbe gilt hier in Nigeria; dort hält man dich für jemanden, der nichts im Kopf hat. Es ist so traurig. Ich habe das heute Morgen gesehen; ich leide mit der jungen, kommenden Spielergeneration. Ich leide einfach mit ihnen.“
„Du bist in ihr Land gereist, wo das Gesetz in ihren Händen liegt. Alles, was das Mädchen sagt, werden sie ihr glauben, weil du dich in der Position eines Ausländers befindest.“
„Ich persönlich habe mich nie zu weißen Frauen hingezogen gefühlt, weil ich weiß, dass man schnell in Schwierigkeiten gerät, wenn man nicht vorsichtig genug ist. Gerade als junger Spieler muss man sehr vorsichtig sein. Und mal ehrlich – wenn es nur um Frauen geht, warum reist man dann nach Europa? Man kann doch in Nigeria bleiben; wir haben hier auch wunderschöne Frauen.“
„Daga sollte diese Erfahrung schon gemacht haben, schließlich spielt er in der U20. Was willst du denn noch? Du hast doch schon Reiseerfahrung gesammelt. Du warst mit der U20-Mannschaft – dem Bosso-Team – in Argentinien. Ich war dabei und habe sie begleitet. Was bringt dich dazu, dein Gewissen und dein Selbstvertrauen zu verlieren und etwas ganz anderes zu machen?“
„Vielleicht kann der Verein für ihn kämpfen, vielleicht können sie die Sperre reduzieren, aber die Integrität ist bereits beschädigt. Das lässt sich nicht mehr rückgängig machen“, schloss er.


