Der Präsident des kongolesischen Fußballverbandes (FECOFOOT), Jean-Guy Blaise Mayolas, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er in einem umfassenden Korruptionsfall, der die Fußballverwaltung im Kongo erschüttert hat, für schuldig befunden worden war, wie ghanasoccernet berichtet.
Das Urteil wurde am Dienstag von einem Gericht nach monatelangen Ermittlungen und Gerichtsverfahren wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten innerhalb des Verbandes verkündet.
Mayolas wurde wegen mehrerer schwerer Straftaten, darunter Geldwäsche, Veruntreuung und Urkundenfälschung, verurteilt. Der Chef von FECOFOOT erschien während der Verhandlung nicht vor Gericht und wurde daher in Abwesenheit verurteilt. Das Gericht verhängte außerdem lebenslange Haftstrafen gegen seine Frau und seinen Sohn, da sie an dem Komplott beteiligt gewesen waren.
Laut Staatsanwaltschaft drehte sich der Fall um die mutmaßliche Veruntreuung von Geldern, die dem Verband von der FIFA für Fußballentwicklungsinitiativen zugewiesen worden waren.
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Die im Prozess vorgelegten Beweise deuteten darauf hin, dass fast 1.3 Millionen US-Dollar, die für Nachwuchsförderprogramme im Fußball und die administrative Entwicklung vorgesehen waren, für private Zwecke veruntreut wurden. Die Ermittler argumentierten, dass die Gelder über ein Netzwerk betrügerischer Finanztransaktionen und gefälschter Unterlagen geschleust wurden, um die Unregelmäßigkeiten zu verschleiern.
Die Ermittlungen brachten auch weitere hochrangige Funktionäre von FECOFOOT in Bedrängnis. Der Generalsekretär des Verbandes, Badji Mombo Wantete, und der Schatzmeister, Raoul Kanda, wurden jeweils zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem sie der Beteiligung an den Finanzvergehen für schuldig befunden worden waren.
Die Behörden gaben bekannt, dass dem Urteil rund acht Monate umfangreicher Ermittlungen vorausgegangen waren. In diesem Zeitraum prüften die Staatsanwälte eine Vielzahl von Finanzdokumenten, Banktransaktionen und internen Verwaltungsabläufen innerhalb des Bundes.
Die Ermittler bezeichneten den Fall als Beweis für ein tief verwurzeltes System betrügerischer Finanzverwaltung, das innerhalb des Fußballverbandes stattgefunden hatte.
Das Urteil stellt eine der bedeutendsten juristischen Maßnahmen gegen Fußballfunktionäre in der Geschichte des Landes dar und dürfte weitreichende Konsequenzen für die Führung des Sports haben.


