Tag 14 (Mittwoch, 31. Dezember 2025)
Drama in Gruppe F entscheidet über Nigerias Achtelfinalgegner
Es wird also doch Mosambik sein. Nach dem dramatischen Ende der ersten Spielrunde beim Afrika-Cup 2025 hier in Marokko treffen Nigerias Super Eagles am Montag, dem 5. Januar 2026, im Achtelfinale hier in Fès auf die Mambas aus Mosambik.

Chelles Vorhersage hat sich nach den wilden letzten Gruppenspielen bewahrheitet
Eagles-Trainer Eric Chelle hatte in seiner letzten Pressekonferenz angedeutet, dass es Mosambik als Gegner geben könnte, was aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestätigt war. Vor den letzten beiden Spielen der Gruppe F kämpften die Elfenbeinküste (4 Punkte), Kamerun (4 Punkte) und Mosambik (3 Punkte) noch um den Gruppensieg. Chelle spekulierte über ein mögliches Aufeinandertreffen mit Mosambik, da diese Mannschaft auf dem dritten Platz der Gruppe stand, diesen aber beinahe nicht erreicht hätte.
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Als Mosambik in den beiden zeitgleich ausgetragenen letzten Gruppenspielen gegen Kamerun mit 1:0 in Führung ging und die Elfenbeinküste gegen Gabun mit 0:2 zurücklag, führte Mosambik die Gruppe zwischenzeitlich mit sechs Punkten an, gefolgt von Kamerun auf dem zweiten und der Elfenbeinküste auf dem dritten Platz. Der Titelverteidiger des Afrika-Cups steuerte damit einem überraschenden Spitzenspiel gegen die Super Eagles in der nächsten Runde entgegen. Doch am Ende drehten die Elefanten ihren 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg gegen Gabun, während Kamerun ebenfalls einen 0:1-Rückstand gegen Mosambik in einen 2:1-Sieg verwandelte. Die Südostafrikaner beendeten die Gruppenphase wieder auf dem dritten Platz und treffen nun auf die Super Eagles. Eric Chelles Vorhersage hatte sich somit bewahrheitet.

Mosambik und Nigeria sind keine Unbekannten. Die beiden Länder trafen bereits fünfmal aufeinander, wobei die Super Eagles mit vier Siegen und einem Unentschieden die Oberhand behielten. Die Mambas warten noch immer auf ihren ersten Sieg gegen Nigeria. Die Buchmacher rechnen nicht damit, dass ihnen dieser beim Afrika-Cup 2025 gelingen wird.

Mosambiks historischer Durchbruch beim Afrika-Cup
Mosambik hat bei diesem Turnier bereits Geschichte geschrieben. In 17 Spielen bei fünf vorherigen Teilnahmen am Afrika-Cup (1986, 1996, 1998, 2010 und 2023) hatten sie bis zum diesjährigen 3:2-Sieg gegen Gabun nie ein Spiel gewonnen. Und während sie bei allen fünf vorherigen Teilnahmen nie über die erste Runde hinauskamen, erreichten sie hier in Marokko zum ersten Mal die zweite Runde. Der Afrika-Cup 2025 war für Mosambik bereits ein Erfolg, doch sie wollen mehr.
Bisherige Begegnungen sprechen für die Super Eagles.
Ihnen steht Nigeria im Weg. Beim einzigen Aufeinandertreffen der beiden Teams im Rahmen des Afrika-Cups 2010 in Angola gewannen die von Shaibu Amodu trainierten Super Eagles souverän mit 3:0. Peter Odemwingie erzielte zwei Tore, und Obafemi Martins besiegelte den Sieg, wodurch Nigeria ins Viertelfinale einzog. Am Montag geht es in Fès erneut um den Einzug ins Viertelfinale, und die Eagles gelten als Favoriten.

Catamo, der gefährliche Mann, den Nigeria eindämmen muss
Es wird allerdings nicht einfach werden. Abgesehen von Mosambiks historischem Sieg gegen Gabun in ihrer Gruppe in diesem Jahr, zeigten sie in ihren beiden anderen Spielen gegen die Elfenbeinküste eine beeindruckende Leistung, bevor sie knapp mit 0:1 verloren, und gegen Kamerun gingen sie sogar in Führung, verloren aber letztendlich mit 1:2.
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Ihr Starspieler ist Geny Catamo, Stammspieler bei Sporting Lissabon. Er erzielte beim 3:2-Sieg gegen Gabun einen Elfmeter und schockte Kamerun mit einem Linksschuss ins untere Eck, bevor die Unbezähmbaren Löwen das Spiel drehten und den Sieg errangen. Nigeria muss ihn genau im Auge behalten.
Ndidis Kernbotschaft, während die K.o.-Phase naht
Auf Nigerias vorletzter Pressekonferenz vor dem letzten Gruppenspiel gegen Uganda wurde Kapitän Wilfred Ndidi gefragt, wie sich die Mannschaft auf die nächste Runde vorbereite, da sie sich ja bereits vor dem Spiel gegen Uganda qualifiziert hatte. Ndidi antwortete damals treffend, dass sie sich „auf das nächste Spiel und nicht auf die nächste Runde konzentrierten“. Nun, das Spiel gegen Uganda liegt hinter ihnen, und die volle Aufmerksamkeit gilt der nächsten Runde. Viel Glück, Super Eagles!

Von „Paracetamol“ zu „Mambas“
Animal Planet ist einer meiner Lieblingssender im Pay-TV, und ich liebe es, die „Big Five“ (Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden und Büffel) in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Mosambiks Nationalparks sind die Heimat dieser Tiere, und ich frage mich, warum sie ausgerechnet die Mamba als Spitznamen für ihre Nationalmannschaft gewählt haben, anstatt eines der „Big Five“.
Eine kurze Recherche auf AI lieferte die Antwort: „Mosambiks Fußballnationalmannschaft trägt den Spitznamen ‚Os Mambas‘ (Die Mambas), weil die giftige Schwarze Mamba die Schnelligkeit, Wendigkeit und gefährliche Bedrohung für die Gegner im Fußball symbolisiert – ähnlich wie der tödliche Biss der Schlange. Der Spitzname spiegelt die Leistung und den Respekt wider, die das Team anstrebt, und verkörpert laut FIFA.com, FIFA und All Football eine kraftvolle, schnelle und tödliche Präsenz auf dem Spielfeld.“
Das Interessanteste an meiner Entdeckung ist jedoch, dass die Mambas aufgrund ihrer anfänglichen Schwierigkeiten als Fußballmannschaft einst als „Paracetamol“ (eine Kopfschmerztablette) bekannt waren. Sie bereiteten ihren Fans mit ihren schwachen Leistungen und Ergebnissen viel Kopfzerbrechen, weshalb diese sie spöttisch „Paracetamol“ nannten. Doch nun sind die einzigen, denen Mosambik Kopfschmerzen bereiten will, die Super Eagles, deren Trainer Eric Chelle sagt, er habe mit seiner Mannschaftsaufstellung bereits „gute Kopfschmerzen“.
Wir warten ab, wie der Adler die Mamba angreifen wird.
Nigeria gegen Mosambik in der Geschichte
• 17. August 1999: Mosambik 0-1 Nigeria (Internationales Freundschaftsspiel: Maputo).
• 29. März 2009: Mosambik 0:0 Nigeria (WM-Qualifikation, Maputo).
• 11. Oktober 2009: Nigeria 1:0 Mosambik (WM-Qualifikation, Abuja)
• 20. Januar 2010: Mosambik – Nigeria 0:3 (AFCON: Lubango, Angola)
• 16. Oktober 2023: Mosambik 2-3 Nigeria (Internationales Freundschaftsspiel, Lissabon).
Die Schwergewichte gehen weiter
Alle Erst- und Zweitplatzierten der sechs Vorrundengruppen des Afrika-Cups 2025 haben es ins Achtelfinale geschafft. Marokko und Mali in Gruppe A; Ägypten und Südafrika in Gruppe B; Nigeria und Tunesien in Gruppe C; Senegal und die Demokratische Republik Kongo in Gruppe D; Algerien und Burkina Faso in Gruppe E; Côte d'Ivoire und Kamerun in Gruppe F.
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Unter den vier besten Drittplatzierten gab es einige Überraschungen: Tansania, Benin, Sudan und Mosambik sicherten sich die begehrten Tickets für die nächste Runde vor den bekannteren Mannschaften Angola, Simbabwe und dem ehemaligen Meister Sambia.
Die Achtelfinalspiele versprechen Hochspannung, insbesondere die Begegnungen Südafrika gegen Kamerun und Algerien gegen die Demokratische Republik Kongo, die sich an den Leistungen der Teams in der Gruppenphase orientieren. Hier ist der vollständige Spielplan…
Senegal gegen Sudan; Mali gegen Tunesien; Marokko gegen Tansania; Südafrika gegen Kamerun; Ägypten gegen die Republik Benin; Nigeria gegen Mosambik; Algerien vs. DR Kongo; Elfenbeinküste gegen Burkina Faso.
Herr Chef Nigeria Ab jetzt geht es im K.o.-Modus weiter. Die Fehlertoleranz ist gleich null!
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Von Mumini Alao, in Fez
Fotos von Ganiyu Yusuf



